Annie und Oslo 

Anfang Juli bemerkte ich, dass Annie wieder läufig wurde. Beim letzten Mal, im Februar 2016, hatten wir sie bereits mit dem wunderschönen Rüden 'The Roadrunners Oslo' verpaart. Leider war Annie aber - aus uns unerklärlichen Gründen- aus diesen zwei maligen Deckakt nicht trächtig geworden. So hatten wir uns vorgenommen, bei der nächsten Läufigkeit den Deckakt zu wiederholen. Dazu wollten wir vom Tierarzt genau den Tag ihres Eisprungs bestimmen lassen. Am 13. Tag war es dann so weit dass wir die beiden wieder zusammen bringen wollten. Als ich mit Annie nach Hamburg düsen wollte, klingelte mein Handy. Es war Oslo's Frauchen Susa. Oslo geht es nicht gut, er hat eine Grippe bekommen. In diesem Zustand kann er natürlich keinen Nachwuchs zeugen. Der arme kleine Kerl. Ich war sehr traurig, hatten wir doch alles gut geplant und vorbereitet. 

The Roadrunners Oslo 

 

Die Wahl des Rüden 

Nachdem Oslo nun nicht der Papa von Annies Welpen werden konnte kamen Fragen hoch:  Sollten wir es dabei belassen und bis zur nächsten Läufigkeit warten? Gibt es noch einen anderen Rüden, der zu Annie passen würde? Da Annie frei von allen Anlagen für Erbkrankheiten sowie vollzahnig ist, ist die Auswahl glücklicherweise recht groß. Und so überlegten wir, wer in Frage kommen könnte. Mir war es wichtig, einen rauhaarigen Rüden für Annie zu wählen, da ich der Meinung bin, dass der Nachwuchs dann ein ausgesprochen schönes, dichtes Fell bekommt. Er sollte auch nicht zu farbig sein, da Annies Fell bereits sehr viel Farbe hat, was allerdings keine hohe Relevanz hat. Am wichtigsten ist, dass der Rüde ein nettes Wesen hat, nicht agressiv auf Menschen oder andere Hunde reagiert. Da Oslo aus der Zucht 'The Roadrunners' kommt, und auch Flips, von dem Annie bereits wunderschöne, liebenswerte Welpen bekommen hat, habe ich die Patricia Schnoor, die Eigentümerin dieser Zucht,  angerufen und um Rat gefragt. Kurzerhand sagte sie mir, dass sie zwei passende Rüden für Annie hätte. Dann ging alles ganz schnell, wir haben uns für  'The Roadrunners Digger HH'  entschieden.  

 The Roadrunners Digger HH 

 

Der richtige Decktag 

Am Morgen des 14. Läufigkeitstag bekam ich einen Anruf von der Tierärztin, die mir zusicherte, dass heute der beste Tag der Deckung ist.  Und so sind wir dann an diesen Tag nach kurzer Absprache mit Patricia nach Hamburg gefahren, wieder zu ihrem schönem Reetdachhaus bei Kirchwerder.  Annie war total gut drauf und nach zwei Tagen waren wir wie gewohnt noch einmal in Hamburg, um Annie zu Digger zu bringen.  

 

Abwarten und Daumen drücken

Die ersten Tage und Wochen vergehen und immer wieder versucht man zu erkennen, ob die Deckung geklappt hat oder nicht. Auffallend war, dass Annie nach ca. einer Woche wenig Appetit hatte und sich oft zurück gezogen hat. Manchmal mussten wir das ganze Haus nach ihr absuchen. Zehn Tage nach der Deckung sind wir in den Urlaub gefahren und Annie war fit und munter wie immer.  Sie hat gespielt und getobt, das einzige, was auf eine Trächtigkeit hindeutete, war, dass ihr Gesäuge etwas anschwill. Am 21. Tag sondern viele Hündinnen einen zähflüssigen, klaren Schleim ab. Das ist ein sicheres Zeichen, dass der Deckakt geklappt hat. Leider konnte ich diesen bei Annie nicht feststellen, wohl auch, weil wir uns noch im Urlaub befanden und Annie viel im Meer gebadet hat. Sobald wir wieder zu Hause waren, viel jedoch schnell auf, dass sie zunehmend müde wurde. Sie schlief so viel, dass wir sie hinaus tragen mussten, damit sie ihr Geschäft verrichtete. Das können schon gute Anzeichen für eine Trächtigkeit sein. Am 25. Tag sind wir mit Annie zum Tierarzt gefahren um per Ultraschall nachzusehen, ob sie trägt. Und siehe da.... minimun fünf kleine Herzen schlagen in ihr !!  Was für eine Freude.... Annie wird wieder Mama.... und dann auch noch so ein großer Wurf....  Ein Zeichen für uns, an alle Vorbereitungen zu denken..... 

 

Die Trächtigkeit 

Annies Bauch nimmt immer mehr zu. Es ist so niedlich, wie sie mit dem Bäuchlein, wo sie sonst sehr schlank und rank ist, durch das Haus, den Garten und auf Spaziergängen stolziert. Sie liebt es, wenn wir ihren Bauch streicheln. Sobald sie im Körbchen liegt und wir auf sie zukommen, legt sie sich auf den Rücken und präsentiert ihren Bauch zum streicheln. Mittlerweile befinden wir uns schon in der 8. Woche in 10 Tagen, am 14. September, ist es soweit, da wollen die kleinen die Welt entdecken. 

 

Während  der Trächtigkeit kommen mir immer Bedenken auf, ob die Hündin und die Welpen auch wirklich mit allen Nährstoffen ausreichend versorgt werden. Die Ernährung der tragenden Hündin ist von größter Wichtigkeit, denn von der Mutter bekommen die Welpen während der Trächtigkeit alle nötigen Nährstoffe, Abwehrstoffe und letzendlich den Grundstein ihrer eigenen Gesundheit. Ich bin kein Verfechter von Trockenfutter sonder bevorzuge den Hunden frisches, abwechslungsreiches, rohes Futter zu geben.  In den ersten Wochen allerdings benötigt die Hündin nicht unbedingt mehr Futter als sonst, da das Wachstum der Föten sehr gering ist. Mit ihrem Futter bekommt sie von mir gute Nährstoffe damit der Bedarf an Mineralien, Vitaminen, Spurenelementen und essentiellen Fettsäuren gedeckt ist.

Zudem gebe ich ihr natürliche Nahrungsergänzungen wie Himbeerblätter, das Schwangerschaftskraut schlechthin. Außerdem bekommt sie wertvolle Öle ins Futter gemischt, um die Menge an essentiellen Fettsäuren und Omega 3 Fettsäuren abzudecken. Für ausreichend Vitamin C füge ich geriebenen Apfel hinzu und rohe Leber, die als Vitamin B, D und A Träger wichtig ist. B-Vitamine (Folsäure) beugen Missbildungen der Welpen vor. 

So bin ich damit beschäftigt, mich um meine kleine schwangere Maus zu kümmern....  und wie man sieht, geht es ihr sehr gut .... sie ist immer zum spielen aufgelegt.... 

 

 

 

 Die Wurfbox 

Heute, am Sonntag,  haben wir die Wurfbox aufgebaut. Annie und Jule haben uns zugesehen. Als ob sie ganu wüssten wofür sie ist - beide haben darin schon ihre Welpen bekommen.....

  

 

 inspizieren der Wurfbox.....

 

schlafen, schlafen und nochmals schlafen.... 

Annie gehts richtig gut, sie freut sich wie immer, sie will spielen und sich bewegen. Aber das nur für eine kurze Zeit, immer wieder verschwindet sie in ihr Körbchen und fällt in einen tiefen Schlaf....  wenn wir zum Körbchen kommen und sie ist wach, bewegt sie sich nicht, aber ihr Schwänzchen wackelt, sie ist einfach immer gut drauf. Behält man seine Hand länger auf ihren Bauch, kann man die Bewegungen der Welpen spüren.....  es ist ja nicht mehr weit, nur noch 5 Tage bis zum Wurftermin.....

 

 

Bewegung - soviel wie es gut tut..... 

Heute ist Sonntag, nur noch 3 Tage bis zum Stichtag. Wir haben beschlossen mit 'Annchen' und 'Julchen' an den Strand zu fahren. Das Wetter ist warm und was gibt es schöneres...? Wir finden, dass Annie bevor 'es' los geht noch einmal 'an die frische Seeluft' könnte.  Zudem hat Annie noch einmal die Möglichkeit im Sand zu buddeln, bevor sie längere Zeit mit ihrem Nachwuchs beschäftigt sein wird.  Gesagt, getan:  Annie scheint wie immer, als wenn sie keine kleinen 'Schnüffelchen' bei sich trägt, sie will sogar im Wasser schwimmen.  

Danach wird dann wie gewohnt gebuddelt - Annie ist glücklich und alles drum herum ist (fast) vergessen..... 

 

Warten, nur noch Warten 

Obwohl die Zeit der Trächtigkeit, zumindest verglichen mit uns Menschen, so kurz ist, ziehen sich die letzten Tage unheimlich in die Länge. Der Bauch ist dick und rund, Annie weiß nicht mehr wie sie liegen soll und man hört sie nachts schwer atmen, teilweise fängt sie an zu hecheln. Sie verbringt die Nächte nun neben mir am Bett, damit ich wach werde, falls die Wehen in der Nacht kommen sollten. Sie hat nicht mehr viel Appetit, denn der Magen drückt auf die kleinen Welpen und frisst daher nur kleine Portionen. Die Welpen spürt man ganz deutlich in ihrem Bauch.  Annie hechelt teilweise so laut, dass ich nicht schlafen kann. Sie zittert wie Espenlaub und will ständig in den Garten so nach dem Motto: Ich muss ganz dringend! Müde gehe ich mir ihr runter - nur damit ich sehe, dass Annie im Garten spaziert und hören will, was die Nachbarn machen.....?!?  Damit nicht genug, sie fängt auch noch an zu bellen - damit ja alle mitbekommen, in was für einen Zustand sie ist.  Ich konnte nicht wieder einschlafen sondern döste die Nacht durch - Achim war da wesentlich entspannter und schlief tief und fest. Die Wartezeit ist fast so anstrengend wie die Zeit danach.... seufz...   

 

 

 Die Geburt - sie kommen

Es ist Dienstag Nachmittag, Annie läuft unruig hin und her. Sie pendelt zwischen unserem Schlafzimmer und ihrem Welpenzimmer, als ob sie jeden möglichen Platz für die Geburt schon mal austesten möchte. Alles wird durchwühlt, inklusive unserem Bett. Ich habe heute Morgen unseren Tierarzt nochmals angerufen und ihn erinnert, dass bei uns eine Geburt ansteht und ich mich im Fall der Fälle an ihn wenden würde.  Wie sollte es anders sein - ich kam gerade aus dem Bad ins benachbarte Schlafzimmer, als Annie in ihrem Körbchen liegt und stark hechelt. Ein Blick auf die Uhr - 20:45h.... sollte es vielelicht schon los gehen? Ihr Blick ist etwas hilflos, ihre Ohren nach hinten, irgendwie wirkt sie unglücklich und so setze ich mich zu ihr, ziehe sie in meinen Schoß damit ich sie tröstend und stärkend im Arm halten kann.  Auf einmal merke ich eine Wehe - ohaa - es ist soweit. Ich rufe Achim und nach ein paar Minuten ist er schon zur Stelle.  Wir sind so entspannt wie möglich, (jedenfalls tun wir so) damit sie sich sicher fühlt. Achim ist in solchen Situationen viel gelassener als ich. Annie hechelt wie wild, ab und zu kommt eine Wehe,  sie wechselt immer noch die Plätze. Das geht dann ca 1 Stunde so. Nichts weiter passiert, ausser dass Annie sichtlich überfordet ist. Wir trösten sie 'selbstsicher' und kurzzeitig wird sie etwas ruhiger. 

Endlich werden die Wehen stärker und es kommen 2, 3 auf einmal. Aber es nützt nichts, es kommt keine Welpe, es ist nichts zu sehen. Annie scheint jetzt doch irgendwie erschöpft, denn sie legt sich auf die Decke und lehnt sich an mich. Ich ziehe sie an mein Bein heran. Das gibt ihr eine Stütze im Rücken was für sie in ihrer Position recht bequem zu sein scheint. Endlich hat sie ihre Position gefunden! Die nächsten Wehen sind stärker,  länger und immer öfter und dann sehen wir, dass die erste Welpe nun doch seinen Weg durch den Geburtskanal vehement vorwärts bringt.  Wie entspannend, hatte ich mir doch schon etwas Sorgen gemacht.  Achim sagte nur: Siehste wohl, Annie macht das schon. Als sie draussen ist - wird sie von Annie sofort von der Fruchthülle befreit. Und wie professionell sie es macht - das war beim B-Wurf nicht so. Annie weiß genau was sie tut, sie leckt und leckt ihr kleines und aktiviert ihn somit, sich zu bewegen und die Zitze zu suchen. Was für ein schönes Gefühl... es ist ein kleiner Rüde... weiß mit dunklem Kopf.  Nachdem er geboren ist, kündigt sich nach 30 Minuten auch schon die nächste Welpe an - und sehr viel einfacher. Es folgen noch 5 weitere kleine süsse Hündinnen..... in größeren Abständen. Zwischendurch schläft Annie erschöpft eiin. Auch wir sind müde, geschafft als die letzte Hündin um 03:30 geboren wird....  und sehr glücklich dass alles gut verlaufen ist.  Die letzte ist die Kleinste und war zunächst zu erschöpft um sich an der wertvollen Muttermilch zu bedienen. Aber auch das hat sie dann letztendlich gut gemeistert - Alle sind putzmunter und können schon ordentlich krach machen....  herrlich...

 

 

Die ersten Tage 

In den ersten Tagen nach der Geburt heisst es für die kleinen bandits viel viel schlafen und Muttermilch trinken. Es ist schon lustig, dass die kleinen immer ganz genau wissen, wo Annie sich in der Box aufhält und wo es daraus folgend etwas zu trinken gibt. Obwohl sie nur krabbeln, nicht sehen und nicht hören können, riechen sie die Muttermilch und laufen geradewegs darauf zu. Dort angekommen, muss jeder zusehen eine Zitze zu bekommen. Das sollte eigentlich leicht sein denn Annie verfügt über 8 Zitzen, doch wenn sie auf der Seite liegt kommt man an die 'in der unteren Reihe' nicht so gut ran. Aber die Mäuse wissen sich gut zu helfen, denn manchmal liegen sie auf dem Rücken und trinken, weil sie so ihr kleines Mäulchen an die untere Zitze ran halten können.

Annie geniesst die Tage und kümmert sich ausschliesslich um ihre Welpen. Nur zum Fressen kommt sie in die Küche. Jedoch hat sie keine Lust, sich mit ihren Nachwuchs in der Welpen-Wurf-Box aufzuhalten und vor allem dort zu schlafen. Ist sie doch ihr Körbchen mit einem super weichen Soft Kissen gewohnt - das ist doch viel gemütlicher ! Also nimmt sie einzeln ihre Welpen und trägt sie vom Welpenzimmer zu uns in Schlafzimmer, schwups in ihr Körbchen.  So niedlich es auch ist, für die Sicherheit der Kleinen ist mir das zu unsicher. Sollte sich Annie hier aus Versehen auf eine Welpe legen, hat sie keine Chance unter Annie heraus zu krabbeln. Also trage ich alle wieder in die Wurfbox. Aber Annie, die als Hundemutter ihren Willen durchsetzen will, fängt bald darauf wieder an, alle in ihr Körbchen zu tragen. Ich  lasse sie eine Weile dort aber letzendlich gehört die ganze Brut nun in die Wurfbox. Die Schlafzimmer Tür bleibt für die Luxushunde vorerst zu! :-)  Jedoch wiederholt sich der ganze Vorgang in der Nacht, wenn unsere Tür offen bleibt.  Als Annie das hin und her doch ein wenig zu viel wird, nimmt sie vorlieb mit einem kürzeren Weg- im Welpenzimmer steht ja noch ihr alter Hundekorb. Regelmässig trägt sie ihre Welpen nun dort hinein. Zun Vorteil, dass sie ihre Welpen ganz dicht bei sich hat.

 

Die Welpen nuckeln ca. 8-12 mal täglich und so braucht sie ständig Nachschub indem sie selbst viel frisst.  Jeden Morgen wiegen wir jede Welpe zur gleichen Uhrzeit und es ist erstaunlich, wie schnell die Welpen zunehmen. Alle nehmen um die 20-30 g an Gewicht zu. Das ist eine enorme Leistung von Annie, wenn man bedenkt, dass jeder Welpe, um 1 g zuzunehmen 2 g Muttermilch braucht. Gehen wir davon aus, dass jeder Welpe nun ca. 50g Welpenmilch pro Tag braucht, muss Annie für alle 300g Milch pro Tag produzieren. Zudem leckt sie ständig die kleinen Bäuche und die Seiten, damit die Verdauung der 'Mini Annies' angeregt wird. Die kleinen schreien dann ab und zu wie Babies und wollen sich nicht so belecken lassen. aber da gibt es kein Entrinnen.... 

 

 

Ein Wunder der Natur....

 

 

Die Augen und Ohren öffnen sich..  

Mittlerweile sind zwei Wochen vergangen. In diesen ersten Lebenswochen der Welpen tut sich nicht viel, ausser säugen und säubern und dass die Welpen immerzu schlafen um gross und stark zu werden. Endlich, nach knapp zwei Wochen sehe ich morgens, dass sich bei der ersten Welpe die kleinen Augen geöffnet haben. Die anderen Welpen folgen in den nächsten Tagen. Die Krallen entwickeln sich.  Jetzt wird es so langsam spaßig, denn damit fängt eine neue Zeit an. Langsam aber sicher werden sie nun ihre Umgebung wahr nehmen und immer munterer werden.  Und so langsam hat man das Gefühl, es werden kleine Hunde.    

 

 

Umzug

Heute, am 9. Oktober sind alle Welpen von der oberen Etage unseres Hauses ins untere Wohnzimmer gezogen. Um ihnen den Auslauf hier bequem und so ungefährlich wie möglich zu machen, haben wir zunächst unser Wohnzimmer dafür tauglich gemacht. Zuerst werden alle Teppiche entfernt. Dann habe wir ein paar Schränke verschoben und kleinere in den Keller gebracht und einen Auslauf aufgestellt, damit die kleinen Fellnasen sich hier auch wohl und sicher fühlen. Die ruhige Zeit ist nun vorbei, jetzt bricht ein weiterer Schritt an, die Welt immer mehr zu entdecken. Und siehe da, die Welpen scheinen die Hintergrundmusik zu genießen denn alle sind seelig eingeschlafen, als sie wieder in ihr Zuhause - die Wurfbox- gekommen sind. Zuerst allerdings waren sie sich nicht sicher ob sie neugierig oder ängstlich sein sollen. Wir haben alle ins Wohnzimmer auf den Boden gesetzt, den Korb daneben gelegt. Außer Chinou hat sich zunächst keiner gewagt die vertraute Runde zu verlassen. Erst als wir uns ebenfalls auf den Boden gesetzt haben, sind einige zu uns gekrabbelt. wie schön, sie erkennen uns Menschen schon als vertraute Mitbürger an.
 
 Der ganz normale Wahnsinn
Die Welt hat sich hier weiter gedreht und mittlerweile sind unsere Welpen schon recht aktiv geworden. Sobald sie ihr Schläfchen beendet haben, wollen sie aus dem Welpenauslauf raus. Sie üben mit dem Schwänzchen zu wedeln, zu knurren und raufen was das Zeug hält. Der eine rennt dem anderen hinterher und wird zu Boden gedrückt - wir müssen aufpassen wo wir hintreten, denn unser Wohnzimmer ist manchmal kaum wieder zu erkennen. Überall liegen Plüschtiere, Kunstfelldeckchen und Zerrtaue. Die kleinen Fellnasen haben schon richtige Zähnchen bekommen und wollen diese auch gerne ausprobieren, am liebsten probieren sie es bei Annie aus. Annie wird ins Ohr, an den Beinen und die Lefzen 'gebissen'.  Als 'Belohnung' bekommen sie von Annie ein Küsschen. Auch wir bleiben nicht verschont, sie lieben es an den Fingern oder Zehen zu gnabbeln.  Das tut teilweise ganz schön weh ;-). Aber was macht man? Man nimmt sie auf den Schoß und knuddelt sie ordentlich durch.  
Auch die Küche, die nicht durch eine Tür getrennt ist, ist nicht mehr sicher. Sobald Annie und Jule an ihren Näpfen futtern, kommen die kleinen angerannt und wollen auch an den Napf. Das hättet ihr wohl so gedacht, Futter wird nicht geteilt. Ausnahmslos alle werden von den großen weg geknurrt. Auch ein zweiter oder dritter Anlauf zum Napf nützt nichts, das gibt nur Ärger. So konsequent sind die Hundemütter - wenn es darum geht, das Rudel zu erhalten.  
Mittlerweile sind sie nun schon 5 Wochen alt und zwei mal entwurmt worden.  Das ist ganz einfach, man zieht eine rosafarbene Flüssigkeit in eine Spritze und träufelt so diese Flüssigkeit ins Mäulchen. Schlucken - fertig. Auch bekommen sie nun keinen Welpenbrei mehr sondern Fleisch. Und zwar Beefhack (Tatar) - nein nicht lachen - tatsächlich soll man Welpen als erstes Beefhack anbieten.  Chin war als erstes hin und weg. ChoCho ist auch keine Kostverächterin, die anderen haben sich vorsichtig heran getraut und Channie, unsere kleinste süsse Maus, war alles egal. Sie findet die Zitzen bei Mama Annie am leckersten.
Heute gab es frisches Truthanfleisch mit gekochtem Kürbis. Da konnte keiner widerstehen.....  und nach kurzer Zeit sind alle wieder sooooo müde..... 
 
 
 
 
 
Den goldenen Herbst erleben
 
In den letzten Tagen war es soweit... wir haben mit allen kleinen und großen Russells unseren Garten unsicher gemacht. Die Kleinen haben sich sofort wohl gefühlt, wollten sofort aus ihrem Körbchen raus und alles erkunden. Zunächst haben sie die neuen Duft geschnuppert, die Nase war fast nur am Boden. Sobald sie sich sicher genug gefühlt haben, ging es auch schon los: Mama hinterher laufen, dann sich gegenseitig jagen, raufen, knurren, quicken, aufeinander drauf und wieder rennen. Alles sollte erkundigt werden und die vielen Blätter dienten als neu entdecktes Spielzeug. Es ist für uns das beste Kino dem allen zuzusehen und ich würde alle Interessenten so gerne daran teilhaben lassen. Hier ein paar Bilder: